Saturday, March 31, 2007

Resumee....


... noch ist es nicht soweit, obwohl sich langsam Aufbruchstimmung einstellt. Es ist Samstag abend, Wolfnost wird morgen mittag die Heimreise gen Berlin antreten, der Rest begibt sich nachmittags in den Flieger nach Stuttgart.

Es wird eine Weile dauern, bis alle Eindruecke dieser Reise gesackt und verarbeitet sind. Ein angemessenes Resumee der letzten drei Wochen wird also noch folgen! Vorab soviel: besser kann man seinen Urlaub nicht verbringen!

War das maennlich!

Es gruessen

die mueden Tranzipper.

Moskau




"Wirf die Glaeser an die Wand..."


Nach mittlerweile zwei Tagen (... und einer langen Nacht) in der Hauptstadt haben die Tranzipper einen tiefgreifenden Eindruck der Stadt bekommen. Exzessive Fussmaersche machten dabei auch den Weg zwischen den Sehenswuerdigkeiten zum Erlebnis. Nicht fehlen durfte natuerlich die Besichtigung des Kremls (wofuer wir uns extra um acht aus dem Bett quaelten, um die ersten am Tor zu sein), der Rote Platz, das Kaufhaus GUM (... zum ersten mal waren wir froh, dass keine weiblichen Zipper anwesend waren), die St. Basil Cathedral sowie Gorky Park. Heute kamen dann noch die Old Arbat Street, ein beruehmter Friedhof (die Frau von Michail Gorbatschov sowie zahlreiche Prominente liegen hier begraben) sowie eine Tour der schoensten Metro-Stationen Moskaus hinzu (atemberaubend - Kronleuchter!). Fazit: eine tolle Stadt.


Zu diesem Eindruck traegt nicht zuletzt auch das Nachtleben bei, bekannterweise ja ein Steckenpferd der selbst ernannten Partyzipper. Nach fantastischem Dinner in einem wunderschoenen russischen Restaurant mit ortsansaessiger Maria (Freundin eines Wolfnost-Kumpels) ging es mit Zwischenstation Irish Pub ins B2 [Bee:Dua], angesagter Zappelschuppen auf vier Stockwerken. Nur ein Wort kann diesen Abend beschreiben: fantastisch! Tolle Location, Musik zum hemmungslosen Abzappeln, und huebsche Menschen soweit das Auge blicken konnte. Mehrmaliges Geld Abheben (Moskau ist teuer - aber nicht so teuer wie gedacht) und entsprechender Bierkonsum ermoeglichte das Durchhalten bis in die fruehen Morgenstunden. Ein fantastischer Abschluss einer nicht zu uebertreffenden Reise!

Thursday, March 29, 2007

Moskau heisst die Tranzippers Willkommen




Nachdem die Reisegruppe puenklich auf die Minute die russische Hauptstadt bei Traumwetter (15 Grad und Sonnenschein) erreicht hatte hiess es die letzten 3 Tage der Tour vorzubereiten.
Ein abendlicher Spaziergang brachte die Tranzippers an den wohl bekanntesten und prunktvollsten Platz Russlands: Den Roten Platz mit allem was dazu gehoert. Auch wurde den Tranzippern bewusst, dass es sich bei Moskau um eine Metropole handelt, die sich locker mit Weltstaedten wie New York, Paris, London, Buenos Aires etc. messen kann. Hier geht was...

Morgen wird der Kreml und andere Sehenswuerdigkeiten dann genauer unter die Lupe genommen...

Quer durch Sibirien







Der Abschluss der Reise von Irkutsk nach Moskau wurde soeben mit einem koestlichen Piva #3 begossen! Hier die wichtigsten Ergeignisse der Reise:

Irgendwo in Sibirien, 5000 km von Moskau entfernt, freuen sich die Tranzippers auf die 77 stuendige Fahrt und den schoenen Blick auf die sibirische Landschaft mit ihren malerischen Birkenwaeldern.
Im Wagon der Tranzippers befindet sich noch eine Gruppe "Pauschaltouristen", die glauben die Freiheit erfunden zu haben, weil sie ohne T-Shirt und mit Batik Hose im Abteil sitzen - bakcpacking in Reinform... Selbstredend, dass sich die Tranzippers von den "Pauschalis" distanzieren. Direkt nebenan sitzt noch eine Gruppe grimmig dreinblickender Russen, mit denen sich im Laufe der Fahrt noch eine intensive Freundschaft (druschba) entwickeln soll... Nicht wissend, ob der Tag nach Irkutsk oder Moskauzeit gestaltet werden soll (immerhin ein Zeitunterschied von 5 Std) werden die Tranzippers bereits sehr frueh von ihren russischen Abteilnachbarn ueberrascht, die ihr Abteil stuermen und vor Mitteilungsbeduerfnis nur so strotzen. Ihr Anfuehrer, ein russischer Soeldner, wartet dabei mit einer 5l Pulle des den Tranzippern bereits bekannten Freundschafts Bieres sowie einer 1m grossen geraeucherten Leckerei auf. Erstaulich wie mit dem auf der Fahrt angeeigneten Grundwortschatz Russisch von nicht mehr als 20 Woertern mehrere Stunden totgeschlagen werden konnten. So diskutierten die Tranzippers in guter Gerd Ruge Manier bis spaet in die Nacht ueber Glasnost und Perestroika.

Landschaftlich ueberzeugte dieser Teilabschnitt mit seinen 5000 km besonders durch seine abwechslungsreiche Faune, die aus einem einzigen Birkenwald besteht....

Sunday, March 25, 2007

Perle Sibiriens...




Soeben sind die Tranzippers von einem weiteren Abenteuer in Sibirien zurueckgekommen. Es galt das groesste Trinkwasserreservoir der Erde mit seiner vielfaeltigen Tier- und Pflanzenwelt (Kraehe und mit etwas Glueck auch ein Hase) zu erkunden. Es war wieder ein voller Erfolg. Auf einer Fuehrung ueber den zugefrorenen See im Sibirischen Schneesturm brachte es Guide Valerin fertig, auf keine der ihm gestellten Fragen eine zufriedenstellende Antwort zu geben. Wenigsten war er aber in der Lage den Tranzippern ein Feuer zu machen und ihnen Piroggen und Tee aufzuwaermen. Des weiteren verbrachten die Tranzippers einen Abend in einer russischen Sauna, wobei ihre maskulinen und durchtrainierten Koerper von den Einheimischen immer wieder mit Szenenapplaus gewuerdigt wurden. Die Nahrungsaufnahme stellte sich dafuer schwieriger dar als erwartet da saemltliche Speisekarten auf kyrillisch verfasst waren. Mit Muh und Grunzlauten gelangten die Tranzippers letztendlich doch zu koestlichem Rind- und Schweinefleisch.

Die folgenden 77 Stunden werden die Tranzippers im Zug nach Moskau verbringen und sich erst dort wieder melden!

Babuschka

"Babuschka" ist ein fester Begriff in der russischen Sprache und heisst uebersetzt "Muetterchen". Babuschkas erfuellen fuer die Tranzippers wichtige Funktionen: auf den Bahnsteigen verkaufen sie frische Piroggen, Bier oder sonstige nuetzliche Dinge.

Als die Tranzippers am Samstag morgen die Reise gen Baikalsee antraten, wussten sie nocht nicht, dass eine Babuschka sie noch am gleichen Tag adoptieren wuerde. Gebucht war eigentlich ein Vierbett-Appartment mit zwei Balkonen und Seeblick. Stattdessen gab es: Olga. (Kein Seeblick, keine Balkone.) Olga fiel wie eine Lawine ueber die Tranzipper her. Innerhalb von fuenf Minuten war der Informationsbedarf der Reisenden fuer den Rest der Reise gedeckt. Olga ist Jahrgang 1920, hat drei Soehne, ein sehr lautes Organ, eine haessliche Katze und redet ununterbrochen. Es ist unmoeglich, Olga zu entkommen. Egal ob in der Dusche oder auf dem Klo - Olga steckt ihre Nase ueberall hinein und erkundigt sich, ob alles "horacho - gut" ist. Eine wahrhaft liebenswerte Person, die die russische Gastfreundschaft wie keine andere verkoerpert!



Aehnlichkeiten mit Babuschka Olga sind gewollt...

Im Land der grimmig schauenden Russen und Modells mit 2 Meter Beinen

Viel haben die Tranzippers im Vorfeld ihrer Reise ueber Russland gelesen - nun heisst es die Erwartungen mit der Realitaet abzugleichen. Was eignet sich hierfuer besser als ein Abend in einem lokalen In-Zappelschuppen in Irkutsk. Nach einer gediegenen Bierprobe verschiedener russischer Gerstensaefte, zu der (leider) auch das in einer 2,5 Liter Plastikflasche kommende "Freundschaftsbier" gehoert, ziehen die wagemutigen Abenteurer auf ein neues los: Dabei ist es schon paradox, dass auf das "Freundschaftsbier" als naechstes das schrecklichste hollaendische Bier (Bavaria) und das schlimmste aller belgischen Biere (Stella Artois) folgt. Kein Wunder also, dass sich der erste Tranzipper bereits um 22.00 Uhr seines Mageninhalts entledigt...

Der von den Tranzippers im Vorfeld der Reise erworbene Sprachschaftz (Danke Wendy!) ist ausreichend um eine Konversation zu beginnen - nicht aber um diese stilvoll zu beenden. Alle Konversationen laufen nach bewaehrten Schema ab
- Guten Tag
- Ich heisse...
- Ich spreche russisch schlecht
- Russland gut. Du schoen (diesen Part kann man je nach Konversationspartner weglassen_
- Nostrowje!

Um Mitternacht heizt dann ein bekannter russischer Rapper die Stimmung weiter an. Wolfnost und Dschingis Klaus sind wieder in ihrem Elemt. Auch das Bier perlt wieder in Grossen Mengen ihre Kehlen herunter. Heikostroika und Gerrimir haben aufrund der weiblichen Ueberazahl auf der Tanzflaeche bereits die Reissleine gezogen und den Abend im "Bierhaus" ausklingen lassen.

Aufeinmal steht Gregoro, der neue usbekische Freund der Tranzippers, mit aufgeregt fuchtelnden Armen neben den Partyzaren und versucht eine wichtige Botschaft loszuwerden.
"Kick these" - "What?"
"Lick piece!" - "What?"

Doch schliesslich faellt der Groschen. Im Nebenraum gibt es einen "Striptease". Selbstredent, dass die uebrig gebliebenen Tranzippers sich auch dieses kulturelle Highlight nicht entgehen lassen und von der Performance durchaus angetan sind. Als dann noch eine Dusche aus Plexiglas auf der Bar aufgebaut wird und sich eine nackte russische Taenzerin fortan in diesem Gebilde raekelt, hat der Abend entgueltig Kultcharakter erreicht.

Nun freuen sich die Tranzippers bereits auf das kommende Wochenende, wo eine weitere grosse Party, diesmal in Moskau, ansteht.

Nostrowje!

Friday, March 23, 2007

Wie klein die Welt ist...


... mussten die beiden Tranzippers Wolfnost und Dschingis Klaus heute zum wiederholten Male erfahren. Nicht nur, dass sie in Peking von einer Audi-Angestellten erkannt wurden ("Ihr seid doch aus Maastricht!") - heute wiederholte sich das gleiche Schauspiel erneut. Gerade erst in Irkutsk, dem Paris Sibiriens angekommen - stuermt eine Hollaenderin freudetrunkend auf die Reisegruppe zu und schreit ("Jullie zijn doch wel uit Maastricht of niet?". Ja so ist es, lieber Leser, People know us around the globe. Es bleibt anzufuegen, dass wir bei beiden Begegnung die jeweilige Person selbst nicht erkannten....

Aber Eins nach dem Anderen. Mittwoch Abend bestieg die Reisegruppe Zug Nummer 263 Richtung Irkutsk mit einem durchaus flauen Gefuehl im Magen. Zu viele Geschichten ranken sich um den Grenzuebergang Naukschi... Unterm Strich bleibt aber festzuhalten: Auch wenn das 8steundige Grenzprozedere an unseren Nerven nagte, so verlief doch letztendlich alles glatt und wir erreichten Irkutsk nach 2 Naechten ohne das Zahlen von einem einzigen Tugrig (mongolische Waehrung) oder Rubel als "Bakshish"

Danach ging es direkt in das vom Lonely Planet empfohlene Hostal "Baikaler". Ein nettes Hostal, welches von einem Russen mit Kuenstlernamen "Jack" gefuehrt wird. Im Laufe des Tage erlernten die unermuedlichen Tranzippers dann noch die Kunst des Eisfischens" und planten ihre weitere Tour in Richtung Baikalsee. Morgen gehts los...

Exkurs: das Equipment der Tranzipper














So eine Reise durch das winterliche Sibirien macht man ja nicht mal eben so. Eine mehrfach durchdachte Auswahl qualitativ hochwertigen Equipments ist notwendig, um die Herausforderungen des Alltags in der Tranzip und deren Stationen zu meistern - wohlgemerkt eine Gratwanderung, denn geringes Gewicht (Profis kommen mit 11kg fuer drei Wochen aus) ist essentiell. Effizienz ist also gefragt.

Folgende wesentliche Ausruestungsgegenstaende duerfen dennoch nicht fehlen (eine Auswahl): ausreichender Vorrat original russischen Vodkas. Unabdingbar fuer die innere Waerme, die Disinfektion von innen nach Essen mit fraglicher Herkunft und Frische, sowie die Kontaktaufnahme zu russischen Mitmenschen
- Fensterwischer/-abzieher mit Teleskopstab. Erforderlich fuer den schlierenfreien Panoramablick auf die endlosen Weiten Sibiriens
- Stirnlampe mit LEDs und sog. "Diskofunktion". Macht den naechtlichen Toilettengang aus der Jurte in die Steppe zum Klacks (abgesehen von den minus 20 Grad C, da hilft auch keine Lampe)
- Trainingshosen (Ausfuehrung in Ballonseide oder Baumwolle). Sorgt fuer Bequemlichkeit im Abteil, Adaption des aeusseren Erscheinungsbildes an das der russischen Mit-Zipper sowie ausreichende Belueftung der wesentlichen Koerperteile
- Dreikantschluessel zum Oeffnen der Fenster im Winter (sonst verschlossen) sowie Abschliessen des Abteils von aussen. Dieses Werkzeug ist unseren Tranzippern leider nicht vergoennt, so dass heimelige Temperaturen von 40 Grad im Abteil keine Seltenheit sind (siehe auch letzter Satz "Trainingshose")
- Ausreichende Menge eingaengiger Literatur, um die zeitraubenden und eher langweiligen Grenzuebergaenge zu ueberstehen
- Gleiches gilt fuer ipod samt (am besten lokal in Bejing fuer 4 Euro zu erstehende) Hifi-Lautsprecher. Wichtig auch fuer das zuvor erworbene Hoerspiel "Krieg und Frieden" von Leo Tolstoy
- last not least: umfangreicher Vorrat mehrlagigen Klopapiers, das im Zug und auch einigen Hostels nicht oder in nicht ausreichender Menge vorhanden ist. Der Usecase muss dem Leser nicht naeher erlaeutert werden.

Die Erfahrungen der Tranzipper zeigen dabei, dass Frischwaesche auf solch einer Reise voellig ueberschaetzt wird. Das volle Maennlichkeitspotential kann sich nunmal erst entfalten, wenn die gleichen Klamotten (inkl. der Boxershorts) drei Tage (und Naechte!) getragen wurden - herrlich! Die anschliessende Dusche lernt man erst dann so richtig zu schaetzen.

Wednesday, March 21, 2007



Leben mit den Nomaden





Die letzten 2 Tage verbrachten die Tranzippers abseits der Zivilisation bei Nomaden in gemuetlichen Jurten. Zuerst in der Mongolischen Steppe 150km suedlich von UB, und dann im Terelj National Park im Norden. Dort erlernten die Reisenden Wildpferde-Reiten, Schafe-Einfangen und Kleinkaliber-Schiessen - alles Faehigkeiten, die jeder Mann heuzutage beherrschen sollte. Gestaerkt wurde sich ganz nach traditioneller Art mit viel viel Fleisch und zwar morgens, mittags und abends. Die Zubereitungsweise war anfangs stark gewoehnungsbeduerftig, da den hungrigen Jungs komplette Ziegenkoepfe serviert wurden, aus denen sie die besten Stuecke (Augen und Hirn) herauspicken sollten - wie sich aber herausstellte eine Delikatesse....
An dieser Stelle sei angemerkt, dass eine Reise in die Mogolei Vegetariern abzuraten ist. Das gleiche gilt fuer Frostbeulen bei einer Uebernachtung in der Jurte bei minus 20 Grad. Photos folgen...

Ulaan Baator bei Nacht







Die Hauptstadt der Mongolei - immerhin eines der am duennest besiedelten Laender der Welt - hat bezueglich Nachtleben so einiges zu bieten, was unsere Tranzipper durch ihre bemerkenswerte Kondition (nicht zuletzt eines der Auswahlkriterien bei der Konstitution der Reisegruppe) bis in die fruehen Morgenstunden exzessiv unter Beweis stellten. Vom Khan-Brauhaeus (fantastisches Bier nach deutschem Reinheitsgebot, leckeres Schnitzel) ging es weiter in den Irish Pub, in denen die Tipps lokaler Experten fuer weitere Lokalitaeten eingeholt wurden. Zunaechst wurde der Techno-Abzappel-Schuppen "Silence" besucht, dessen Tanzflaeche fortan nicht mehr ohne unsere Reisenden gesichtet wurde. Als dort jedoch frueher als antizipiert bereits um vier Uhr die Tore geschlossen worden, ging es weiter ins "Diamond", ein dubioser Geheimtipp fuer Nachtschwaermer in einem der zahlreichen Plattenbau-Wohngebieten der Hauptstadt. Hier war es, in dem sie sonst so ausgepraegte Gastfreundschaft der Mongolen einen zarten Daempfer erhielt, als Heikostroika und Gerrimir auf der Tanzflaeche - im Gespraech mit lokalen Schoenheiten vertieft - mit folgender Begruessung in die Realitaet zurueckgeholt wurden: "Take care! I will kill you. Why? Because you are a foreigner!". Aus den Worten eines grimmig dreinblickenden Mongolen verursachte das ein dumpfes Gefuehl in der Magengegend, wie sich herausstellen sollte jedoch unbegruendet. Nach einem kleinen Gerangel mit den Tuerstehern (Dschinghis weigerte sich zu recht, das ungerechtfertige "Ausgangsgeld" zu bezahlen) begaben sich unsere Helden in den Morgenstunden zur verdienten (noch etwa dreistuendigen) Nachtruhe, bevor unser Herbergsvater (in original BW-Outfit) seinen Landcruiser vorfuhr und das Abenteuer "Besuch bei Nomaden" begann.
Dem Leser sei ein kurzer Einblick in weitere Erfahrungen erlaubt, die die Tranzipper auf ihrer Reise durch das naechtliche UB machen durften:

- nachts wird es in der kaeltesten Hauptstadt der Welt tatsaechlich richtig kalt

- gutes Bier gibt es nicht nur in Deutschland

- mongolische Frauen sind ungleich huebscher als ihre chineischen Pendants. Sie riechen auch besser

- Dschinghis Klaus in Unterwaesche ist keine attraktive Erscheinung.


Sunday, March 18, 2007

Reise von Peking nach Ulan Bator





Am Samstag morgen ging es endlich los. Nach kurzer Nacht betreten die 4 Tranzippers endlich den Zug nach Ulan Bator - von Insidern gerne auch nur UB genannt. Ueberraschenderweise waren relativ viele Backpacker an Bord des Zuges. Im gemuetlichen 4er Abteil machten es sich die Helden schnell gemuetlich und vertrieben sich die 29stuendige Fahrt durch ipod Hoeren, schreiben, lesen, Bier trinken, essen, aus dem Fenster gucken oder durch chillen mit anderen Passagieren. Erwaehnswert ist besonders das Grenzuebergangsprozedere zur Mongolei, welches an sich 5 Stunden in Anspruch nahm. Aufgrund von fehlenden Alternativen speisten die Reisenden komplett abgepacktes halbes Huhn sowei eingeschweisste Filetstuecken, ueber die sich aufgrund des leckeren Whiskas-Geruchs auch jede deutsche Katze sehr gefreut haette (s. Foto).
Die Grenzbeamten fielen durch sehr unterschiedliche Charakterzuege (von grob bis sehr niedlich) auf und sorgten so fuer kurzweilige Unterhaltung.
Nachdem die letzten Stunden der Fahrt durch schoene Schneelandschaften der mongolischen Steppe beeendet waren, nutze man das Traumwetter (blauer Himmel, Sonnenschein) fuer eine Besichtigung der Stadt Ulan Bator. Diese Stadt wartet neben postsowjetischer Architektur gleich mit 2 absoluten Highlights auf:
1. Es ist die kaelteste Hauptstadt der Welt
2. Es ist die Hauptstadt, die am weitesten vom Meer entfernt ist (Anmerkung der Tranzip Crew: Hier auf Fischkonsum verzichten)

Morgen geht es dann los auf 2 taegige Entdeckungstour. Ein Besuch des Natural Resort mit 2 Uebernachtungen in traditionellen Jurten. Dabei wird unter anderem Ziegenmilch und Pferdekaese konsumiert.

Bis dann
Tschoeoeoe, Eure Tranzippers

Peking aus Gerrimirs und Heikostroikas Augen

Im Nachgang ein kurzes Resumee von Gerrimir und Heikostroika. Die ersten drei Tage ihrer Reise, noch im Expat-Luxus schwelgend, liessen viele Fragen offen...
- warum scheint in einer Stadt auch bei wolkenlosem Himmel nie die Sonne?
- was genau fehlt in der noodle-soup, um sie annaehernd so lecker zu machen wie die an einer thailaendischen Autobahn-Raststaette?
- warum sitzt jeder Taxifahrer in einem Ueberrollkaefig, und wie genau lief der Auswahlprozess der Konkubinen im Koenigspalast?
- Was genau sind die Bestandteile des penetrant-suesslichen Koerperodors des gemeinen Chinesen, und was genau treibt russische Models ins Suzie Wong?

Auch wenn diese Fragen wohl ewig ungeklaert bleiben werden, so ist Gerrimir doch in diesen Tagen emotional weiter gereift und erwartet voller Ungeduld die Ankunft der mongolischen Hochkultur. Heikostroika hat in gewohnter Manier sehr schnell zu einem Hoechstmass an innerer Ruhe und Ausgeglichenheit gefunden und verbringt somit zwei Drittel des Tages schlafend -- eine gute Moeglichkeit, die zahlreichen neuen Eindruecke zu verarbeiten.

Auf zu neuen Abenteuern! Morgen gehts in die Wueste.

Aus Ulaan Baator gruessen herzlich
Gerrimir und Heikostroika.

Friday, March 16, 2007

Summer Palace und Vorbereitung auf Transsib





Die letzten Vorbereitungen auf den morgen beginnenden Höllentrip sind jetzt abgeschlossen. Während Heikostroika und Gerrimir zur Mauer pilgerten, fanden Dschingis und Wolfnost ihre seelische Balance im Summer Palace, wo sie sich fern ab von touristischem Trubel einem weiteren Stell-Dich-Ein mit der chinesischen Kultur gaben. Anschließend ging es in gemütlicher Runde zum exquisiten koreanischen Grill. Dort wurde man von der 1,20m großen Grillmeisterin verwöhnt.
Danach wurden die Tranzippers in bester Knetmanier von chinesischen Masseuren gefoltert, so dass nun auch die körperliche Verfassung zu 100% hergestellt ist!

Wednesday, March 14, 2007

Die Gefährten


Die Reisegruppe ist endlich vollzählig. Das Abenteuer kann nun auch für Gerrimir und Heikostroika beginnen. Noch einen Tag und die Bahnfahrt ins Ungewisse nimmt ihren Lauf...

Treffen mit Hong Kong Crew


Im Gedenken der schönen Zeit in Hong Kong vor 2 Jahren, genügte ein Anruf um die alte Crew bestehend aus Shen Ning, Mandy und Raymond zu mobilisieren um sich im angesagtesten Expat-Zappelschuppen "Suzie Wong" auf einen Gerstensaft zu treffen. Für alle Swingapore und/oder Bangkok Liebhaber sei angemerkt, dass es das Suzie Wong durchaus mit Spitzenläden wie dem "Carnegies" oder dem "Novotel" aufnehmen kann. Überall russische Modells auf der Suche nach der Liebe ihres Lebens oder alternativ nach einem guten dotierten Modellvertrag...

Husarenritt durch den Industriegürtel Pekings


3. Tag: Für den heutigen Tag hatten sich Dschingis, Wolfnost sowie Konkubine Manuelita folgende Programmpunkte zurechtgelegt: raus aus der Stadt, hinein ins Grüne zu den etwa eine Stunde entfernten Quin Tombs – einfach ein bisschen die Seele baumeln lassen…. In der Retrospektive lässt sich festhalten: Erfüllungsgrad der Mission: 0%.
Entschädigt wurden die Trauteufel dafür durch einen fünfstündigen Teufelsritt durch den Smog der Industriegürtel Pekings, mit seinen zahlreichen Minen, Industrieanlagen und Raffinerien sowie unzähligen Schlaglöchern, welche die Achsen unseres Audi 100 (schwarz-getönt, Turbo, Porno-Style) auf äußerste testeten. Nach dreistündigem Rennen, welches im Tomba-Lambomba Stil gegen mehrere hunderttausende andere motorisierte- sowie nicht motorisierte, vollbeladene sowie extremst überbeladene „Vehikel“ schließlich durch unseren Fahrer Gironimo gewonnen wurde, entschloss sich die Reisegruppe aus Angst um ihr Leben sowie das der anderen Verkehrsteilnehmer, die Reise vorzeitig abzubrechen… Nichts desto trotz wieder eine Erfahrung der besondern Art – auch aufgrund der Tatsache, dass Gironimo nicht nur verschiedene Rotztechniken beherrschte sondern diese auch im Minutentakt im Stile eines erfahrenen Krimbock Jägers durch gezielte Schüsse durch die Fensterspalte zelebrierte…

Krönung zum Kaiser



Von dem Mut und der Schönheit von Dschinghis Klaus fasziniert fasste die chinesische Regierung schnell die Entscheidung ihn zum neuen Kaiser von China zu krönen und ihm direkt eine Konkubine zur Seite zur stellen. Die Fotos zeigen die feierliche Zeremonie auf der zur gleichen Zeit Wolfnost zum Ritter geschlagen wurde. Den Abend verbrachten die neu ernannten Würdenträger beim besten Peking-Ente Restaurant der Stadt (Beijing Dadong Duck Restaurant). Lecker.

Tuesday, March 13, 2007

Verbotene Stadt



Der 2. Tag brachte die Protagonisten in die verboten Stadt sowie den umliegenden Sehenswürdigkeiten. Fast wäre Wolfnost dabei von einigen hungrigen Kommunistenkanibalen in einem Topf kochender Brühe zu Eintopf verarbeitet worden. Zum Glück konnte er jedoch entkommen. Den Abend verbrachte man mit alten Hong Konger Weggefährten mit Gulasch und Bier.

Ni hao aus Peking




Es war in den Iden des März – genauer gesagt am 11.3. als die ersten beiden Helden nach relaxtem Flug endlich chinesischen Boden betraten. Nach erfolgreicher Zusammenkunft am Pekinger Flughafen war eine Taxifahrt in das Zentrum der Stadt geplant. Dieser Plan hatte allerdings nur für einige Minuten bestand – bis Wolfnost in eine Touristenbroschüre diesen folgeschweren Satz entdeckte. „A man cannot be considered a man until he has climbed the great wall“. Besorgt um die Anerkennung ihrer Männlichkeit baten die beiden Helden also den Taxifahrer um einen U-Turn und um eine sofortige Fahrt zur chinesichen Mauer in Badaling. Zum Glück spielte das Wetter mit, so dass man gegen Mittag bereits das erste chinesische Bier auf der Mauer kredenzen konnte. Die Fahrt nach Peking trat man anschießend auf dem Rücken eines Kamels an. Auch den landestypischen Gepflogenheiten passte man sich schnell an: In regelmäßigen Abständen heisst es nun die Resterkältung von Karneval durch den kompletten Rachen einmal in die Nase zu ziehen und von dort auf den Boden zu ballern. Auf den ersten Blick mag dieses Spektakel abstossend anmuten, - es ist jedoch der letzte Feinschliff der sensiblen Integration in dieser doch so fremden Welt

Saturday, March 10, 2007

Fantastische Abenteuer

Ja, das ist es wohl was unsere vier Helden auf ihrer unglaublichen Reise in ferne Welten erwarten wird. Nicht unwahrscheinlich, dass sie sich an Orte begeben die nie zuvor ein menschliches Wesen entweiht hat, Heimat des Krimbären und des mongolischen Canis lupus. Während im westlichen Europa bereits der Frühling Einzug hält, trotzen die vier tollkühnen Recken Eis, Schnee und dem Risiko bleibender Leberschäden. Spontan erworbene Expertenkenntnis der russischen Sprache machen die Kontaktaufnahme zur einheimischen Spezies zum Klacks, die erzwungen geringe Auswahl Frischwäsche lässt auch in olfaktorischer Hinsicht keine Wünsche offen im Hinblick auf die Anpassung an landestypische Gepflogenheiten. Heikostroika ist dabei aufgrund seines natürlich-männlichen, dennoch sensibel-sympathischen Wesens bestens gerüstet, seine xing-Kontakte mit zahlreichen chinesischen, mongolischen und russischen Bekanntschaften zu verdreifachen. Es lebe die Globalisierung!

Atlischna...

Heikostroika

Thursday, March 8, 2007

3, 2, 1....


Es war im Oktober 2006, als das Telefon klingelte und Dschingis sagte: "Wolfje, ich habe da eine großartige Idee..." Seitdem laufen die Vorbereitungen für den Teufelsritt durch Sibirien auf Hochtouren. Bilanz ein Tag vor Abfahrt: Flug Berlin-Peking ist gebucht; Flug Moskau-Berlin ist gebucht. Die wichtigsten Etappen stehen also und die Sibirische Weite wartet nur noch darauf von den wagemutigen Tranzippers durchquert zu werden.... Viel wichtiger sind natürlich die inter-kulturellen Fähigkeiten. Seien wir ehrlich - in jedem der Reisenden steckt ein kleiner Gerd Ruge - aber zusätzlich hat sich Wolfnost durch ausgiebigen White Russian Konsum und erste Wortgefechte an der Mongolischen Botschaft intensiv auf die besonderen Herausforderungen dieser Expedition vorbereitet. Worauf warten wir also noch...?


Wolfnost

Auf gehts...

Als im August letzten Jahres der Entschluss reifte 8,000 Kilometer durch das sibirische Nichts zu fahren, haben mich noch viele für verrückt erklärt. Aussage wie "Du hast zwar extrem tolle Muskeln, aber das traue ich dir nicht zu..." waren an der Tagesordnung. Doch spätestens als sich ein weiterer Trauteufel, in Form von Khun Wolfgang, dem Vorhaben anschloss, war allen klar: Das sind ja wirklich Idioten! Allen Kritikern kann ich nur antworten "Jawohl, so ist es! - aber zeig mir einen Trip der auf der Männlichkeitsskala annährend so hoch zu bewerten ist, wie die Reise mit der Tranzip im Winter!"

Wie auch immer. Noch 2 Tage. Mögen die Spiele beginnen...

Dschinghis K.

Monday, March 5, 2007

Gerrimir Putin


Mit seinen zarten 26 Jahren gab es für Gerrimir nicht mehr viel auf dieser Erde zu erleben. Er durchstreifte die Dschungel Vietnams, Laos´ und Patpongs, erlebte durchzechte Nächte in Buenos Aires und sonnte sich an der Seite von Bikini-Schönheiten am Strand von Ipanema... Erst ein Zusammentreffen mit Dschingis Klaus hauchte seinem Drang zu immer größeren Abenteuern neues Leben ein: Eine Bahnreise durch Sibirien mitten im russischen Winter erschien ihm absurd genug um spontan die Sachen zu packen...
Seine weitreichenden Erfahrungen, ein hohes Mass an emotionaler Intelligenz sowie nicht zuletzt seine fortwährende Wirkung auf das andere Geschlecht machen ihn für die Gruppe unverzichtbar...

Sunday, February 25, 2007

Wolfnost

Eine Reise über 8.000 km quer durch Sibirien – und das nur mit einem Stück Fell bekleidet - ist gerade recht um Wolfnost auf den Plan zu rufen. Als holländischer „Sneuwdeuvel“ machte er sich bereits 2001 international einen Namen, als er in den Schweizer Bergen Größen wie Tomba La Bomba oder Herminator in den Schatten stellte und damit die Massen für sich begeisterte. Schon damals konnte dieser Teufelskerl mit Dschingis Klaus auf ein eingespieltes Team zurückgreifen, das immer darauf aus ist weitere Rekorde zu brechen. Die Messlatte hängt diesmal hoch – mit einem Schweizer Taschenmesser bewaffnet werden die selbsternannten Partyboys auf die Jagd nach Peking-Ente und dem Sibirischen Bären gehen und dabei allerlei erleben. Es verspricht ein großartiges Abenteuer zu werden!!

Wednesday, February 21, 2007

Heikostroika

Hochtrabende Aufschneidereien sind seine Sache nicht, für gewöhnlich übt sich Heikostroika in Bescheidenheit und betrachtet besagte bevorstehende Reise in erster Linie unter kulturell-sozialen Gesichtspunkten. Während Klausnost und Konsorten in rauer und gewohnt europäisch aufdringlicher Natur den Asiaten das Fürchten lehren werden, geht es ihm vielmehr um das Kennenlernen landestypischer Gepflogenheiten – spontan fallen hochprozentige lokal und illegal gebrannte Alkoholika sowie hochbezahlte Freudenmädchen ein – die im Nachgang das Resumee „ich bin in Asien gewesen“ mit gutem Gewissen rechtfertigen. Erste Erfahrungen auf diesem Gebiet konnte Heikostroika bereits in zahlreichen Okkasionen sammeln, dabei bedurfte es nicht einmal immer Reisen ins Ausland...

Monday, February 12, 2007

Dschinghis Klaus


Nach der Besteigung des Nanga Pabat ohne Unterhose gab es für Dschinghis Klaus nicht mehr viel zu erreichen. Auch die Atlantiküberquerung auf der Luftmatratze war nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zu unendlichem Ruhm und Reichtum. Zusammen mit Wolfnost aka Karl dem Grossen begann die Karriere dieses Haudegens bereits im Sommer 2001. Im schönen Swingapore lernten die beiden die Kunst des Swingens – auch ihr Trip nach Bangkok wurde von der internationalen Presse mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt. Offiziell zu Partyzaren gekürt wurden beide allerdings erst als sie so durstig waren, dass sie 600 Euro für 4 Bier in Istanbul bezahlten. Die Kombination Dschinghis Klaus und Wolfnost wird auf jeden Fall auch dieses Jahr wieder weltweit für Furore sorgen.

Willkommen

Hallo liebe Freunde,

Wieder einmal ist es soweit. 4 todesmutige Helden aus allen Teilen der Republik brechen gen Osten auf um China, die Mongolei und auch Russland auf einen Schlag zu erobern. Als Transportmittel dient diesmal die Transsibirische Eisenbahn. Findet selber raus, mit wem ihr es auf folgenden Seiten zu tun habt…